Bei jeder größeren Investition prüft die Stadt, was sie kostet und ob das Geld dafür vorhanden ist. Genauso selbstverständlich sollte künftig geprüft werden, welche Auswirkungen eine Entscheidung auf das Klimaziel hat.
CO₂ muss bei kommunalen Entscheidungen ebenso zu einem begrenzenden Faktor werden wie Geld.
Drei Fragen vor jeder größeren Entscheidung
1. Wie viel CO₂ verursacht das Projekt?
Soweit sinnvoll, sollten nicht nur die Emissionen im späteren Betrieb betrachtet werden, sondern bei größeren Bauvorhaben auch Bau und verwendete Materialien.
2. Wie wirkt das Projekt langfristig?
Senkt es die Emissionen, ist seine Wirkung weitgehend neutral oder verursacht es über viele Jahre zusätzliche Emissionen?
3. Gibt es eine klimafreundlichere Alternative?
Wenn ja: Was kostet sie – und wie viel CO₂ könnte damit eingespart werden?
So könnte der Klima-Check aussehen
Auswirkungen auf das Klimaziel: 🟢 positiv | ⚪ neutral | 🔴 negativ
CO₂-Wirkung: soweit möglich in Tonnen CO₂e
Klimafreundlichere Alternative geprüft: ja / nein
Der Klima-Check soll Projekte nicht verhindern und dem Stadtrat keine Entscheidung abnehmen. Er soll dafür sorgen, dass bei wichtigen Entscheidungen neben den finanziellen Folgen auch die Klimafolgen sichtbar sind.